Chlorgeruch im Poolwasser: Was er wirklich bedeutet

Gerade jetzt zum Start der Freibadsaison, nimmt man manchmal diesen charakteristischen „Chlorgeruch“ in Schwimmbädern wahr. Dieser wird oft fälschlicherweise als Zeichen für einen hohen Chlorgehalt und damit für ein besonders sauberes Wasser interpretiert. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Ein starker Chlorgeruch deutet auf eine unzureichende Wasserqualität hin und ist ein Warnsignal für die Bildung von sogenannten Chloraminen (auch als gebundenes Chlor bekannt).

Chlor wird dem Poolwasser zugesetzt, um Bakterien, Viren und Algen abzutöten und das Wasser hygienisch zu halten. Dieses aktive Chlor wird als freies Chlor bezeichnet. Wenn freies Chlor jedoch mit organischen Verunreinigungen reagiert, die von Badegästen ins Wasser gelangen – wie Schweiß, Urin, Hautschuppen, Kosmetika oder Lotionen – entstehen chemische Verbindungen, die als Chloramine bekannt sind . Es gibt verschiedene Arten von Chloraminen (Mono-, Di- und Trichloramine), wobei Trichloramin der Hauptverursacher des stechenden Geruchs ist.

Chloramine sind nicht nur für den unangenehmen Geruch verantwortlich, sondern haben auch weitere negative Auswirkungen: Sie können Augen, Haut und Atemwege reizen. ies äußert sich oft in roten Augen, juckender Haut und Husten oder Atembeschwerden, insbesondere bei empfindlichen Personen oder Asthmatik. Zudem hat gebundenes Chlor hat eine deutlich geringere Desinfektionskraft als freies Chlor. Das bedeutet, dass ein Pool mit hohem Chloraminwert trotz des „Chlorgeruchs“ nicht optimal desinfiziert ist und Keime sich leichter vermehren können.

Um die Bildung von Chloraminen zu minimieren und den Poolgeruch zu vermeiden, ist das vorherige Duschen sehr wichtig! Bitte denken Sie daran, bevor Sie im Schwimmbad ins Wasser gehen! So steht einem sicheren und unbeschwerten Badevergnügen nichts im Wege.